50 % Syrah, 30 % Grenache, 20 % Carignan. Auswahl alter Rebstöcke der Sorten Grenache und Carignan (40 bis 80 Jahre) und junger Syrah-Reben (weniger als 25 Jahre). Der Boden besteht vorherrschend aus Ton und Kalk. Als idealer Lesezeitpunkt gilt, wenn die Frucht ihre optimale Reife erreicht hat und gleichzeitig ein ausgewogenes Säurespiel vorhanden ist. Handlese. Vor der Gärung Mazeration bei niedriger Temperatur in 128 hl-Edelstahltanks, dabei tägliches Umwälzen. Im Laufe der Maischegärung (15 bis 21 Tage) werden die Inhaltsstoffe bei kontrollierter Temperatur sanft herausgelöst. Vollständiger biologischer Säureabbau. Achtmonatiger Ausbau auf der Feinhefe im Tank. Minimaler SO2-Zusatz während des Ausbaus und bei der Flaschenabfüllung. Ein Wein mit mittlerem Körper, der für den unkomplizierten Genuss bestimmt ist und dessen Konzentration deshalb absichtlich begrenzt wird: explosive Frucht, zartes Tannin, seidiger Gaumen … Er schmeckt schon bei der Flaschenabfüllung sehr lecker, kann jedoch auch noch zwei bis drei Jahre vorteilhaft in der Flasche reifen.

90 % Grenache blanc, 10 % Grenache gris. Die Trauben für seine Herstellung stammen von den ältesten Rebstöcken des Weinguts (über 100 Jahre) im Bereich „Mas Farines“. Zusätzlich werden alte Grenache gris-Trauben aus Parzellen mit gemischtem Satz verwendet. Ton und Kalk, 200 bis 400 Meter ü. M., vorherrschend nord- und westexponiert. Bei der Bestimmung des Lesezeitpunkts wird darauf geachtet, dass im Wein das Aroma der reifen Beere zu spüren ist, dabei jedoch die Frische und die durstlöschenden Eigenschaften nicht in den Hintergrund treten. Handlese, Transport im Kühlwagen. Pneumatische Ganztraubenpressung mit geringem Druck. Langsame Gärung im Edelstahltank (Grenache blanc) und in alten Barriques (Grenache gris) mit regelmäßigem Aufrühren des Hefesatzes. Fünf- bis achtmonatiger Ausbau auf der Hefe. Schönung und Filterung vor der Flaschenabfüllung im Frühling. Ein reichhaltiger, mächtiger Wein, der auch trocken einen ganz außergewöhnlichen Süße-Eindruck hinterlässt. Er schmeckt schon bei der Flaschenabfüllung sehr lecker, geht dann jedoch eine Zeit lang in sich, um drei bis sechs Jahre nach der Lese in die Domäne der großen Weine vorzustoßen.

Assemblage der ältesten Reben des Weinguts (50 bis 100 Jahre): 50 % Grenache und Ladoner Pelut, 35 % Carignan, 15 % Syrah. Ton und Kalk, hauptsächlich in Hanglage, ph-Wert > 9. Umfangreiche Weinbergsarbeit auch während der Vegetationszeit: Sommerschnitt, Ausschneiden, Ausgeizen, Laubschnitt. Gelesen wird, wenn die Trauben ihren besten Reifegrad erreicht haben. Die Beeren werden am Rebstock und nach dem Abbeeren verlesen. Traubentransport im Kühlwagen. Vor der Gärung kurze Mazeration bei niedriger Temperatur in kleinen Edelstahltanks, dabei tägliches Untertauchen des Tresterhuts und Umwälzen. Die Temperatur im Tresterhut wird während der Gärphase ständig kontrolliert. Im Laufe der Maischegärung (20 bis 25 Tage) werden die Inhaltsstoffe langsam und sanft herausgelöst. Ein Teil der Weine wird zwölf Monate ohne Abziehen im Barrique ausgebaut (jeweils ein Wein oder zwei Weine zusammen), der Rest in traditionellen Betontanks. Nach der Assemblage darf der Wein vor der Flaschenabfüllung noch zwei Monate reifen. Ein von Natur aus, jedoch nicht übermäßig konzentrierter, sehr aromatischer Wein. Dank seiner geschmeidigen Tanninstruktur eignet er sich zum sofortigen Genuss, sein wahres Potenzial zeigt er jedoch erst nach dreijähriger Flaschenreifung. Ideale Alterungsdauer: 5 bis 10 Jahre.

Mit ausgewählten alten Reben bestockte Parzellen in Hanglage (Ton und Kalk). Assemblage aus Syrah, Mourvèdre, Grenache und Carignan zu gleichen Teilen. Intensive Weinbergsarbeit auch während der Vegetationszeit: Ausschneiden, Ausgeizen, Traubenausdünnung, Laubschnitt. Bei jeder Rebsorte und jedem Terroir wird auf eine perfekte phenolische Reife hingearbeitet. Die Beeren werden am Rebstock und nach dem Abbeeren verlesen. Traubentransport im Kühlwagen. Vinifizierung teils in neuen Demi-muids-Fässern (5 hl). Der Wein wird noch warm abgezogen. Biologischer Säureabbau und Ausbau in ausschließlich neuen Barriques. Das Umwälzen, Abziehen und die Befüllung der Fässer werden in Handarbeit und ohne Pumpen geleistet. 18-monatiger Ausbau auf der Hefe. Keine Filterung. Ein mächtiger, konzentrierter, geschmacksintensiver Wein mit außergewöhnlich geschmeidiger Textur, der sich dennoch frisch und straff gibt. Liebhaber junger, mächtiger Weine werden ihn schon im Jahr nach der Flaschenabfüllung genießen. In diesem Fall sollte man ihn jedoch durch Umfüllen in eine Karaffe belüften (karaffieren). Im zweiten Jahr geht er oft ein wenig in sich. Dann entwickelt er sich langsam bis zur vollkommenen Reife heran, bewahrt dabei jedoch stets seinen Fruchtcharakter. Alterungspotenzial: 8 bis 15 Jahre.

Eine einzige Parzelle am Südhang einer in Ost-West-Richtung verlaufenden Hügelkuppe, bestockt mit im Gobelet-System erzogenen alten Reben der Sorte Grenache noir. Auf dem Untergrund aus Ton und Kalk liegen Schichten von schwärzlich rotem Schiefer und Glimmerschiefer mit hohem Eisengehalt. Extremes Klima. Durch die Parzelle fegt mehr als 200 Tage im Jahr ein eisiger Nordwestwind. Später Schnitt. Intensive Weinbergsarbeit auch während der Vegetationszeit: Ausschneiden, Ausgeizen, Traubenausdünnung, Laubschnitt. Es wird auf eine perfekte phenolische Reife hingearbeitet, ohne dabei Frische und Frucht aus dem Auge zu verlieren. Handlese, Lagerung und Transport im Kühlwagen. Im Laufe der 20-tägigen Maischegärung werden die Inhaltsstoffe durch tägliches Untertauchen des Tresterhutes sanft herausgelöst. Anschließend wird der Wein in neue Barriques abgezogen. Ausbau auf der Hefe, bis zum Ende des biologischen Säureabbaus ohne Schwefel. Regelmäßiges Auffüllen mit einer Assemblage aus Mourvèdre und Syrah (5 bis 7 % je nach Jahrgang). Flaschenabfüllung ohne Filterung. Ein sehr gewinnender, eindrucksvoller Wein. Unglaublich langer Abgang mit straffem, samtigem Tannin. Er erreicht seine Reife nach 10 Jahren und hat ein Alterungspotenzial von 30 Jahren.

Reiner Syrah. Südlich und südöstlich exponierter Hang (600 m ü. M.) mit Granitsand in der Gemeinde Lesquerde. Einzigartige, stark mineralische Böden mit verwittertem Quarz, Feldspat und Glimmer. Niedriger ph-Wert, auf den ersten Blick karge, jedoch sehr fruchtbare Böden mit guter Entwässerung. Leichte Verwurzelung und daher gute Wasserzufuhr.
Die ca. 3 Hektar große Parzelle übernahmen wir im Jahr 2007. Sie war mit etwa dreißigjährigen, nach dem Gobelet-System erzogenen Reben bepflanzt, die wir mit einzelnen Rebpfählen (2,10 m) bestückten. Strenger Schnitt. Weinbergsarbeit während der Vegetationszeit: Ausschneiden, Ausgeizen, mäßiger Laubschnitt. Spätreife Parzelle. Die Reife hinsichtlich Zucker- und Säuregehalt hat Vorrang vor der phenolischen Reife, um dem Wein seine „frische Frucht“ zu erhalten und die Aromenpalette zu bereichern. Schnelle Gärung mit häufigem Umwälzen. Größtmögliche Belüftung. 20-tägige Maischegärung mit eingetauchtem Tresterhut. Frühzeitiger biologischer Säureabbau, mäßige Schwefelung und schnelle Klärung durch mehrmaliges Abziehen. Fünf- bis sechsmonatiger Ausbau im Tank. Flaschenabfüllung im April/Mai nach einer sanften Filterung, die dem jugendlichen Wein seine ganze Energie bewahrt.

Kleinstparzelle (7 000 m2), die 2005 mit echten Tempranillo-Reben, auch unter dem Namen „Tinto Fino“ bekannt, aus Massenauslese bestockt wurde. Bestockungsdichte 7 000 Rebstöcke pro Hektar, Gobelet-Erziehung mit einzelnen Rebpfählen. Extrem spätreife Carignan-Reben, die in der Nachkriegszeit in 450 Meter Höhe westexponiert gepflanzt wurden. Erste Lese im Jahr 2011. Die Tem¬pra¬nillo-Trauben durften lange ausreifen und wurden erst Anfang Oktober mit kleinen Kisten von Hand gelesen. Auf das Abbeeren folgte vor der Gärung eine mehrtägige Mazeration. Der Zusatz von Carignan-Trauben zum Lesegut soll dem Wein Frische und Straffheit verleihen. Klassische Vinifizierung, langsame, etwa zweiwöchige Gärung, im Laufe derer leicht umgewälzt und der Tresterhut täglich sanft untergetaucht wird. Ausbau auf der Hefe im Tank, häufiges Umpumpen über den Tresterhut, um Reduktionsaromen vorzubeugen. Flaschenabfüllung nach leichter Filterung und wenig SO2-Zusatz. Schwarzer, dichter Wein. Am Gaumen kompakt, dicht, samtig und … rustikal zugleich. Ein ungewöhnlicher, verblüffender Wein mit schmackhaftem Finale, der einen frischen, gewinnenden Eindruck am Gaumen hinterlässt. Ein einzigartiger Wein mit ausgeprägtem Charakter.

Überwiegend Cabernet-Franc aus hochwertiger Massenauslese. Pflanzung von 6 800 Rebstöcken/Hektar, Gobelet-System mit einzelnen Rebpfählen. Nach Norden orientiertes Terroir an der westlichen Piedmontfläche eines Kalkfelsens. Die Rebzeilen sind so ausgerichtet, dass jeder Rebstock die benachbarte Rebe mit seinem Schatten vor direkter Sonnenbestrahlung schützt. Mer¬lot im Flurteil „Le Clos des Fées“, unregelmäßige Pflanzung mehrerer Rebklone im Gobelet-System mit Rebpfählen. Die Trauben werden erst gelesen, wenn sie im späten Bereich der phenolischen Reife angelangt sind. Gemeinsame Vinifizierung aller Rebsorten. Temperaturkontrollierte Vinifizierung mit Untertauchen des Tresterhutes und Umpumpen über den Tresterhut. Ausbau in teils neuen Barriques, dann bis zur Flaschenabfüllung im Mai/Juni im Tank. Ziel ist es, der Rebsorte durch die tonigen und kalkhaltigen Böden neue Ausdrucksformen zu erschließen. Im Fokus stehen dabei Feinheit, Länge und Salzigkeit. Dunkelgranatroter Wein, in der Nase reife rote Früchte, ein Hauch von gebackener roter Paprika. Am Gaumen seidig, lang anhaltend und vornehm. Man spürt das Tannin. Spontan gesagt, ein „klassischer“ Wein. Das Etikett ändert sich jedes Jahr, denn der Faun folgt dem Wein vorsichtig nach …